Mit der Digitalisierung haben Content-Rezipienten die Erfahrung gemacht, dass Inhalte auf ihre Bedürfnisse angepasst werden können. Wir stellen die Kunden an den Anfang der Wertschöpfungskette. So können auch etablierte Produkte jederzeit individualisiert, umstrukturiert oder ganz neu aufgestellt werden.

Wir sind davon überzeugt, dass unser Inhalt Probleme von Menschen lösen muss. Nur wenn wir es schaffen, echte Bedürfnisse von Menschen zu erkennen und durch unseren Content zu verbessern, haben wir einen Mehrwert entwickelt.

Doch wie schaffen wir es, regelmäßig die Dinge, die unsere Kunden bewegen, in unseren Arbeitsprozess zu integrieren?

Dafür müssen wir raus aus unserer Redaktion und rein ins Leben der Menschen. Wir müssen Kontakt aufnehmen, ins Gespräch gehen, den Dialog führen und mit Kritik umgehen. Vor allem aber müssen wir mehr “Warum?” Fragen und ein besseres Bild für die Bedürfnisse unserer Kunden erhalten. Gepaart mit dem Feedback, das wir digital durch Performance-Tools, Klicks, Views und Chats einsammeln können, entsteht so ein klares Bild über die Needs unserer Kunden. Auf dieser Grundlage können wir bessere Konzepte entwickeln, für die wir dann die richtigen, geeigneten Kanäle und Geschäftsmodelle auswählen.

In die Inhaltsentwicklung wollen wir in Zukunft die Nutzer mit einbeziehen und damit neue Wege der Co-Creation gehen: Sei es in der Recherche, im Feedback-Loop oder in der Generierung von Themen: Der Nutzer steht im Mittelpunkt unserer Arbeit.

Ist der Inhalt dann produziert und geht live – z.B. digital, im Print, als Video oder Podcast – kann dieser auch individuell angepasst und verbessert werden, je nach dem, wie das Feedback ausfällt. So können wir uns ideal den sich ändernden Bedürfnissen anpassen.

Damit dieser Prozess uns nicht verlangsamt, müssen wir unsere Arbeitsweise auf iterative Sprints umstellen, bei denen alle Beteiligten synchronisiert arbeiten und sich transparent abstimmen. Wir glauben, dass diese agile, neue Arbeitsweise uns schneller und gleichzeitig qualitativ bessere Inhalte entwickeln lässt. Der Design Thinking Prozess, der vor allem in der Produkt- und Serviceentwicklung genutzt wird, kann dabei als Inspiration dienen (siehe Downloads).

Im Dialog mit dem Content Creator:

“Man muss sich immer fragen: Wie stark löst der Content ein Problem des Lesers? (…) “Der heutige Markt ist viel zu divers und daher wird es viele verschiedene Geschäftsmodelle geben, die verschiedene Probleme des Kunden lösen. (…) Wir müssen stärker vom Leser her denken. Hat er denn auch überhaupt noch Zeit zum Lesen oder will er etwas anderes?”

Tanja Krämer, Mitgründerin von Riffreporter

Wer es vorgemacht hat:

Sechs Jahre nach dem Launch der Tagesschau App, hat das Digitalteam “Kreativpool” der ARD in Hamburg auf der Grundlage von Kundenbedürfnissen die Gestaltung der App grundlegend überarbeitet und setzen dabei auf “vertical videos”. Warum? Das dauernde Kippen des Bildschirms hat Nutzer genervt und dazu geführt, dass die App weniger genutzt wurde. Zudem können Nutzer nun den Inhalt selbst zusammenstellen und bspw. regionale Nachrichten oder Wetter-Nachrichten individuell einstellen. Laut Christiane Krogmann, Online-Chefin des Formats, ist dieser Ansatz “für ein News-Angebot weltweit einmalig”.

Womit fangen wir an?

Design-Thinking ist ein Prozess, bei dem die Bedürfnisse und Probleme des Kunden im Mittelpunkt stehen. Nach dem schnellen Finden einer Geschäfts- oder Produktidee, fackelt man nicht lange, sondern baut, programmiert, skizziert einen Prototypen und geht damit raus und befragt die Zielgruppe. Durch das direkte Feedback wird das Produkt weiter optimiert und der Prozess solange wiederholt, bis man ein fertiges Produkt hat. Dieses löst konkret die Probleme des Kunden.

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