Influencer sind zum (kritischen) Diskurs-Punkt der Medienwelt geworden. Autoren und Redakteure nutzen in Zukunft die Chance, meinungsstarke Persönlichkeiten zu werden. Sie zeichnen damit ein authentisches Bild der Verlage und ermöglichen Lesern ein mehrdimensionales Bilder der Marke.

Influencer Marketing oder Influencer Media? Ist das Journalismus oder nur Werbung? Auch wenn das Thema aktuell heiß diskutiert wird und teilweise zum Hype deklariert wird, glauben wir, dass am Thema “Persönlichkeit” etwas dran ist. In Zeiten von Fake News müssen wir Wege finden, wie wir das Vertrauen der Nutzer wieder gewinnen können und wir wir ihnen zeigen, dass wir guten, objektiven und qualitativen Inhalt produzieren. Wir sind davon überzeugt, dass dieses Vertrauen im digitalen Zeitalter durch Personen und Transparenz entsteht. Deswegen glauben wir, dass Autoren und Redakteure in Zukunft nicht nur ihren Namen, sondern ihre Ideen, Meinungen und ihren Alltag ihren Nutzern offenlegen – um so authentisch und vertrauensvoll für bessere Inhalte stehen zu können. Dadurch werden Autoren und Redakteure selber zu Influencern – nicht für Haarpflege-Produkte oder Kleidung, sondern für Ideen, Gedanken und Themen. Auf diese Weise werden Journalisten nahbarer für Nutzer und es werden neue Möglichkeiten geschaffen, den Dialog zwischen Journalist und Nutzer zu erhöhen. So könnten Nutzer beispielsweise in den Content-Prozess integriert werden oder sogar bei der Generierung des Inhalts unterstützen.

Zusätzlich wird der Einsatz von Persönlichkeiten im Kontext von Geschäftsmodellen und Vertrieb interessant. So können beispielsweise Influencer als “Kolumnisten der Zukunft” bei dem Vertreiben von Inhalten an bestimmte Zielgruppen genutzt werden oder aktiv in die Entwicklung der Verlagsmarke integriert werden.

Im Dialog mit dem Content Creator:

“Macro-Influencer (Follower mit sehr vielen Followern) eignen sich eigentlich nur für Brandbuilding und Consumer-Produkte, die wirklich eine breite Streuung haben. (…) In den meisten Fällen ist das Micro-Influencer-Marketing das Spannendere, weil die oft noch beweglicher sind. Die sind noch nicht so verbrannt, weil sie bereits mit vielen verschiedenen Marken zusammengearbeitet haben. Und da ist es dann möglich eine langfristige Kooperation aufzubauen, man trifft die Zielgruppe besser und es ist noch mehr Vertrauen da. Ich würde in den meisten Fällen dazu raten.”

“Im Moment wird der Wert eines Influencers noch viel über reine Reichweite bemessen. Was auch zu einigen Schummeleien führt. Wir wissen alle, dass gerade bei Instagram Teil der Reichweite gekauft ist – und bei Youtube an manchen Stellen auch. Und ich glaube genau deswegen wird es zukünftig sehr viel mehr um Interaktion und Aktivierung der Community gehen: Schaffe ich es wirklich mein Publikum irgendwohin zu bewegen und habe ich nicht einfach nur irgendeine Follower-Zahl, die ich vorweisen kann.”

Jannis Schakarian von Netzfeuilleton

Wer es vorgemacht hat:

Auf piqd empfehlen nicht Algorithmen, sondern kuratieren JournalistInnen und WissenschaftlerInnen Inhalte aus den digitalen Medien. Dazu schreiben diese ‘piqer’ kurze Empfehlungen, die die Relevanz des empfohlenen Beitrags deutlich machen. So stärken die KuratorInnen von piqd die Reichweite von qualitativ hochwertigen Inhalten. Die KuratorInnen ‘piqen’ ihre Empfehlungen frei, was die authentische Meinung über die Inhalte gewährleistet

Womit fangen wir an?

Influencer Merkblatt