Print bleibt dabei der Nährboden für neue und vielseitige Produkte und Leistungen in einer digitalen und vernetzen Welt. Der Verlag der Zukunft verbindet eine Vielzahl an Kanälen und Geschäftsmodelle flexibel miteinander.

Um diesen Inhalt zu den Menschen zu bringen, wollen wir uns in Zukunft nicht auf einen Kanal oder ein Geschäftsmodell festlegen. Stattdessen müssen wir jeden Inhalt wie ein eigenes Produkt behandeln und jedes mal neu definieren: Wie erreichen wir mit diesem Inhalt die Menschen, die es betrifft? Und wie können wir ein Geschäftsmodell entwickeln, das diesen Inhalt wirtschaftlich zu den Menschen bringt?

Um das zu schaffen, müssen wir unser Leistungs- und Kompetenzspektrum signifikant erweitern. Wir müssen es ermöglichen, für jeden neuen Inhalt zu überlegen, welche Kanäle zur Verfügung stehen ohne einen bestimmten Kanal stärker zu bevorzugen. Das gleiche gilt für Geschäftsmodelle: Statt sich auf ein Geschäftsmodell zu konzentrieren, müssen wir uns flexibel zwischen Geschäftsmodellen bewegen. Dabei können wir von der Musik-Industrie lernen, die sich von der einzigen Entwicklung von CDs und LPs getrennt hat und aktuell diversizifizerte Geschäftsmodelle in Konzerten, Festivals, Streaming, Merchandise, Events und anderen Elementen findet. Noch weiter gedacht: Wir müssen darüber nachdenken, wie wir Modelle wie Spotify und Netflix auch in unserem Kontext entwickeln und umsetzen.

Dafür muss die Kompetenz des Unternehmers stärker in den Vordergrund rücken: Wir können das wirtschaftliche Denken nicht einzelnen überlassen, sondern müssen alle unsere unternehmerischen Mindsets einsetzen, um die Content-Plattform der Zukunft zu bauen.

Im Download-Bereich kann man damit direkt anfangen und den Business Model Generator herunterladen!

Im Dialog mit dem Content Creator:

„Es wird Zeit, sich von der Masse abzuheben und Neuheiten zu schaffen –  inhaltlich und strukturell. Dabei ist es wichtig, in unterschiedliche Filterblasen zu stoßen und zum Diskurs anzuregen. Neben der Qualität des Inhalts wird immer wichtiger sein, dass mit den Leserinnen und Leser ein direkter, unmittelbarer und interaktiver Austausch gepflegt wird, um den Content besser zu vermitteln und die eigene Relevanz zu stärken.“

Jan Schipmann von Hyperbole TV

“Wir werden das Problem ‘Fake News’ nie aus der Welt schaffen, genauso wenig wie man Spam aus der Welt schaffen kann. Aber wir wollen gemeinsam mit Verlagen Strategien entwickeln, um Menschen Hilfsmittel an die Hand zu geben, dass sie in Zukunft selbst besser entscheiden können, was glaubwürdige oder weniger glaubwürdige Quellen sind. Wir entwickeln zum Beispiel Crowd Tangle, ein Tool, das Journalisten nutzen oder das in Newsredaktionen genutzt wird, um eigene Performance auf Twitter, Facebook etc. zu prüfen, um zu vergleichen, wie man im Wettbewerb dasteht oder um Research zu betreiben. Oder Subscription Support in Articles, womit Nutzer sich über Instant Articles für ein Abo entscheiden können.”

Guido Bülow, Head of News Partnerships Central Europe bei Facebook

Wer es vorgemacht hat:

„Das Internet ist ein Vorbote des Aussterbens der Musikindustrie“, soll die isländische Musikerin Björk 2001 gesagt haben. Und tatsächlich spürte dieser Industriezweig als einer der ersten die Auswirkung des sogenannten digitalen Wandels. Der CD-Umsatz in der deutschen Musikindustrie brach massiv ein, (illegale) Streamingsdienste wurden zu den Gewinnern. Heute zeigt sich ein anderes Bild. Der Musikmarkt hat sich diverzifiziert: CDs, Schallplatten, DVDs und Downloads einerseits, Konzerte, Festivals und ein breites Angebot an Merchandising andererseits gehören in das Portfolio eines jeden Künstlers.

Womit fangen wir an?

Business Modell Navigator